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Die griechischen Inseln besuchen: Eine detaillierte Step-by-Step-Anleitung für Individualreisende


Vorbereitung

1. Die richtige Fährverbindung finden

Woher weiß ich eigentlich, wie ich vom Festland aus auf welche Insel komme? Und wie geht’s von dort aus weiter? Wie lang dauert die Fahrt, welche Alternativen gibt es und was wird die Überfahrt in etwa kosten?

Sicher, all das lässt sich googeln und erfragen. Aber spätestens wenn’s losgeht zu einem spontanen Insel-Hopping-Trip oder auch nur eine Reise außerhalb der Saison ansteht, wird eine verlässliche Quelle wichtig, über die sich zumindest die allermeisten Verbindungen der aktuellen Fahrpläne zentral abrufen lassen. Die beste Lösung für diese Angelegenheit sind Online-Anbieter für Fährtickets. Das Geschäft dieser Seiten verlangt nicht nur, dass ihre Datenbanken stets auf dem aktuellsten Stand sind, sondern sorgt zugleich dafür, dass das Angebot der abrufbaren Verbindungen möglichst breit ist. So lässt sich auch ohne anschließende Buchung schnell überprüfen, welche Verbindungen zur gewünschten Zeit bestehen.

Die Seite, mit der ich in dieser Hinsicht die besten Erfahrungen gemacht habe, ist Goferry.de. Wählt oben unter „Ziel aussuchen“ zunächst „Griechenland-Inseln“ an und dann einen Abfahrthafen. Das kann beispielsweise „Athen/Piräus“ sein aber genauso gut eine bestimmte Insel. Die Seite aktualisiert sich anschließend automatisch und zeigt euch nun im Dropdown-Menü unter „Zielhafen“ alle vom gewählten Abfahrtsort aus generell erreichbaren Häfen an. Deaktiviert nun „Rückfahrt“ (kümmert euch darum der Übersicht halber später separat), um nach Eingabe des gewünschten Abfahrtdatums zum nächsten Schritt zu gelangen. Fährgesellschaften mit passenden Angeboten für den gewünschten Tag werden jetzt auf einer sich separat öffnenden Seite angezeigt – allerdings zunächst ohne Zeiten, denn auf der neuen Seite müsst ihr vorher noch die Art der „Unterbringung“ angeben um zu den konkreten Verbindungen zu gelangen. Wählt hier nun unbedingt standardmäßig immer „Sitz/Deckpassage“, da dies die einzige Kategorie ist, die für alle Schiffe gültig ist. Bei der Auswahl anderer Kategorien wie etwa „1. Klasse“ oder „4-Bett-Kabine“ filtert ihr unter Umständen passende Verbindungen aus den Suchergebnissen heraus, weil betreffende Fähren über derlei Ticketkategorien gar nicht verfügen. Bestätigt ihr nun die „Sitz/Deckpassage“-Eingabe, solltet ihr eine Liste mit einer bis mehreren passenden Verbindungen samt Abfahrtszeit und Fahrtdauer angezeigt bekommen. Gibt es am gewählten Tag doch mal keine Verbindung, weil ihr an einem eher abgelegenen Plätzchen seid oder zu einem solchen wollt, wird euch angeboten, mit einem „+/-3 Days“-Button nach alternativen Daten zu schauen.

Die oben genannte Variante sollte in den meisten Fälle funktionieren. Für manche Inseln gilt es allerdings, ein wenig herumzuprobieren oder sich weitere Infos selbst zu verschaffen. Die Kykladeninsel Anafi etwa ist bei Go Ferry eine als Zielort wählbare Option. Gebt ihr aber einen der Häfen auf dem Festland als Abfahrtshafen ein, werdet ihr die meiste Zeit des Jahres keine Ergebnisse angezeigt bekommen. Die Insel erscheint außerhalb der Sommermonate quasi unerreichbar. Erst mit Abfahrtshafen Santorini – als behelfsmäßige Zwischenstation – erscheinen auch außerhalb der Hochsaison Verbindungen des Anbieters Aegaion Pelagos, der eine Linie zwischen den Inseln betreibt. Inseln wie etwa Antiparos erscheinen gleich gar nicht in der Liste, weil sie ausschließlich mit lokalen Fähren der Nachbarinseln, in diesem Fall Paros, erreichbar sind und die Ticketpreise dabei nicht selten bei grad mal drei, vier Euro liegen, so dass sich das Angebot für die Online-Ticket-Offices nicht lohnt. Und dann gibt es noch Fälle wie Kimolos, die nur wenige Tage im Monat direkt vom griechischen Festland aus angefahren werden, dafür aber gleich mehrmals täglich vom größeren und besser angebundenen Schwester-Eiland Milos. Im Zweifel seid ihr also manchmal schneller am Ziel, wenn ihr nicht drei Tage auf dem Festland auf das richtige Schiff zu eurer Trauminsel wartet, sondern mit recherchierter Zwischenstation direkt losfahrt.

Faustregel: Schaut gerade bei kleineren Inseln, die nahe an einem populäreren Ziel liegen, immer mal im Netz nach, ob auch lokale Verbindungen existieren, die in keinem Ticket-Portal auftauchen.

In allen meinen bereits veröffentlichten und noch kommenden Reiseberichten findet ihr Anreise-Infos.

2. Fährtickets buchen

Das eigentliche Fährticket könnt ihr direkt bei Portalen wie Go Ferry, Direct Ferries oder auf ähnlichen Seiten buchen. Wenn ihr während der Hochsaison mit einem eigenen PKW oder Mietwagen unterwegs seid oder eine kleine Fähre mit festem Sitzplatz nehmen müsst (das sind in aller Regel die sogenannten Tragflügelboote wie die „Flying Dolphins“ oder einige „SeaJets“), dann empfiehlt sich die Vorausbuchung wahrscheinlich. Als Reisender, der stets „zu Fuß“ unterwegs ist, kann ich euch aber sagen, dass ich bislang zu keiner Jahreszeit und bei keiner Strecke jemals das Problem hatte, vor Ort am Hafen am Tag der Abfahrt noch ein Ticket für die gewünschte Fähre zu bekommen – ob an einem der Häfen um Athen oder auf den Inseln selbst.

Wer sich den (vermeintlichen) Stress sparen will, der bucht vor. Wer aber die Möglichkeit hat, flexibler zu reisen, der sollte sie nutzen. Denn abgesehen von der gewonnenen Freiheit, spontan zu entscheiden auch mal länger zu bleiben, wenn es schön ist, sind die Tickets vor Ort in aller Regel um einiges günstiger als bei den vermittelnden Online-Portalen. Das liegt daran, dass es für die Strecken feste Tarife gibt, auf welche die Buchungs-Plattformen ihr relativ große Marge einfach prozentual aufschlagen. Bei einer längeren Fährfahrt ist man da schnell bei 20 Euro unterschied pro Ticket. Bei Vor-Ort-Buchung lauft ihr außerdem nicht Gefahr, dass eure sämtlichen bereits gekauften Tickets verfallen, falls ihr beim Insel-Hopping irgendwann mal eine Fähre verpasst habt oder eine Verbindung ausgefallen ist.

1.2 Mit dem Flugzeug zur Insel?

2. Nach Griechenland kommen

Mehr dazu in Kürze.

3. Aufs Schiff kommen (rund um Athen)

Die allermeisten der Inseln könnt ihr über den wichtigsten griechischen Hafen Piräus erreichen, der etwa eine halbe Stunde vom Athener Zentrum (und etwas weiter vom Flughafen) entfernt liegt. Weitere Häfen sind Rafina und der kaum eine Rolle spielende Ort Lavrio, der 60 km von Athen entfernt an der Südspitze der Landzunge Attika und damit näher an den Kykladen-Inseln liegt als die beiden vorgenannten. Hier lest ihr, wie ihr euren recherchierten Hafen erreicht.

Vom Flughafen Athen nach Piräus kommt ihr so: 

Bus X96: Diese Linie verbindet den Flughafen bei einer Fahrtzeit von ca. 90 Minuten direkt mit dem Fährhafen. Bei hohem Verkehrsaufkommen kann es auch mal länger dauern. Der X96-Bus fährt je nach Saison und Tageszeit mehrmals die Stunde, in jedem Fall aber 24/7 in beide Richtungen. Die Haltestelle ist leicht zu finden. Folgt im modernen und übersichtlichen Flughafengebäude einfach der Beschilderung mit dem Bus-Symbol. Die Busse – etwa vier oder fünf verschiedene Linien – fahren nahe des ganz rechten Ausgangs der Ankunftshalle ab (verwechselt den Bus insbesondere nicht mit Linie X95, die ins Zentrum von Athen fährt). Der reguläre Fahrpreis nach Piräus beträgt 2018 6 Euro pro Person. Achtung: Das Ticket bekommt ihr nicht im Bus, sondern in einem der beiden kleinen Tickethäuschen gleich an der Bushaltestelle. Haltet das Ticket nach dem Einsteigen zum Entwerten unter einen der kleinen Screens bei den Bustüren. Ein Signalton und ein grüner Bildschirm zeigen euch die erfolgte Entwertung und beginnende Gültigkeit des Tickets an. Die Endhaltestelle in Piräus liegt nach diversen Zwischenhalten direkt an den Fährterminals mit zahlreichen Ticketshops in Fußnähe. Ihr erkennt die letzte Haltestelle daran, dass ihr bereits etwa 400 Meter direkt am Hafen von Piräus entlang gefahren seid – spätestens aber dann, wenn euch der Fahrer zum Aussteigen auffordert.

Metro: Mit der Athener Version der S-Bahn bzw. U-Bahn kommt ihr ein klein wenig schneller nach Piräus. Dafür ist es etwas teurer, ihr fahrt einen guten Teil der Strecke ohne Aussicht unter der Erde und ihr müsst an der zentral in Athen gelegenen Station Monastiraki umsteigen. Für den Preis von 10 Euro (2018) bekommt ihr ein Ticket, das 90 Minuten lang für Fahrten vom oder zum Flughafen gültig ist. Das Ticket könnt ihr am Schalter der Metro-Station des Flughafens oder an einem der dort befindlichen Automaten kaufen. Die Metro-Station findet ihr, wenn ihr das Ankunftsterminal etwa mittig verlasst und draußen hinter den überdachten Fahrspuren eine Treppe hinaufgeht, die hoch zu einer Fußgängerbrücke führt. Aber auch in diesem Fall gilt, dass die Station über eine gute Beschilderung innerhalb des Terminals leicht zu finden ist. Den richtigen Zug findet ihr, indem ihr einfach den Leuten folgt oder euch in den am Bahnsteig wartenden Zug setzt, in dem bereits andere Fahrgäste sitzen. Vom Flughafen aus wollen fast alle Leute ins Zentrum. Zwar gibt es auch eine seltene Verbindung weiter hinaus in die andere Richtung, aber ihr müsst schon ziemliches Pech haben, falsch einzusteigen. Zwischen ca. 23 und 5 Uhr wird die Metro-Verbindung ab und zum Flughafen eingestellt.

Taxi: Bei der Luxusvariante mit eigenem Chauffeur solltet ihr mit mindestens 50 Euro zwischen 5 Uhr morgens und 24 Uhr rechnen. In den Zeiten dazwischen gibt es einen Nachtzuschlag, der nochmals etwa 20 Euro Mehrkosten verursacht. Die Fahrtzeit zwischen Flughafen und Piräus beträgt ja nach Verkehrsaufkommen um die 50 Minuten oder mehr.


Einige Inseln, wie etwa Tinos, Andros oder Mykonos sind alternativ oder ausschließlich über den kleineren Hafen Rafina angebunden, der ebenfalls nahe der griechischen Hauptstadt liegt. Rafina ist zwar etwas weiter vom Zentrum entfernt, dafür aber näher am Flughafen gelegen.

Vom Flughafen Athen nach Rafina kommt ihr so: 

Bus: mehr Infos in Kürze

Taxi: Mehr Infos in Kürze

Zu Fuß: Zugegeben, diese Variante ist nur relativ schmerzbefreiten und geduldigen Menschen zuzumuten, die bereits einige Male in Athen und Umgebung unterwegs waren und Lust auf Wandern und neue Eindrücke haben. Und natürlich Zeit. Festzuhalten aber ist: Es geht! Ob und inwiefern diese Variante mit griechischem Verkehrsrecht zu vereinbaren ist (es gibt hier über weite Teile keine offiziellen Gehwege und ein Teil der Strecke verläuft hinter der Leitplanke einer Schnellstraße), vermag ich nicht zu beantworten. Darum wird dieser Weg ausdrücklich nicht explizit von mir empfohlen. Um die etwa 16 km zu bewältigen solltet ihr einen Routen-Assistenten mit Satellitenansicht wie Google Maps bereit halten, der zwar trotz mangelnder Gehwege keine direkte Fußwegverbindung ermitteln kann, zwischendurch aber zumindest Teiletappen ausweist und Übersicht über die Umgebung verschafft.Und nun los: Verlasst das Ankunftsterminal zunächst nach rechts und folgt den Zubringerstraßen des Flughafens bis zur Schnellstraße. Dort angekommen, ist hinter der Leitplanke zwar kein Gehweg, meist aber durchaus Platz zum Laufen. Folgt nun dem Verlauf der Schnellstraße mit dem Flughafen zur Rechten. Nach etwa 3,5 km seid ihr am Ende des Flughafengeländes angekommen. Zugleich endet die Straße hier und zweigt quer nach rechts und links ab. Der rechte Teil, der weiter um den Flughafen herum führt, ist bewacht und gesperrt. Folgt der Straße also nach links um die großen Hallen des „Exhibition Centers“ herum. Nach etwa 1 km passiert ihr hier ein Schrankenwärterhäuschen. Wenige Meter dahinter mündet die Straße, auf der ihr unterwegs seid, in eine große vierspurige Landstraße, die bereits seit einiger Zeit in etwa 20 Metern Entfernung parallel verläuft. Nun liegt das Gröbste fast hinter euch: Schaut an der Landstraße angekommen nach rechts die Straße hinab. Auf der gegenüberliegenden Seite steht in etwa 50 Meter Entfernung ein einzelner hoher Baum. Vor diesem Baum führt ein kleiner Kiesweg weg von der Straße und hinein ins Feld vor euch, auf dem weiter hinten Olivenbäume zu sehen sind. Folgt diesem kleinen Weg – ab hier wird’s ruhig und schöner! Improvisiert jetzt eure Strecke über die Sandwege durch den Olivenhain und passiert dabei den großen Hügel zu seiner linken Seite, um nicht wieder auf die vierspurige Straße zurück geführt zu werden. Lasst euch von hier aus vom Routenprogramm leiten. Ich empfehle einen Abstecher nach Artemida, dem von hier aus gesehen nahegelegensten Ort an der Küste. Hier lässt sich eine Pause mit Meerblick einlegen, bevor es an die letzten 6,5 km nach Rafina geht.


Von Lavrio aus fahren einige wenige Fähren der Reederei Hellenic Seaways auf die umliegenden Kykladeninseln. Die Verbindungen sind rar, aufgrund der relativ weit an der Spitze der Halbinsel Attika befindlichen Lage des Hafens ist die Fahrtdauer aber um einiges kürzer.

Zum Hafen Lavrio kommt ihr so: 

Mehr Infos in Kürze

4. Unterwegs auf der Fähre

Je nach Entfernung und Streckenverlauf der verschiedenen Fähren

Auf die Fähre kommen

Piräus / Rafina / Fähranbieter. S-Bahn und X95 / X96.

Gesetzlich festgelegte Preise Wasser etc.

Vesselfinder

5. Auf den Inseln weiterkommen

Busse / Roller / Autos

Und ansonsten?

Was soll ich mitnehmen?

 

Die allernötigsten Worte und Begriffe

Chora – Hauptort einer Insel (der nicht selten den gleichen Namen trägt wie die Insel selbst)
Profitis Ilias – „Prophet Elija“ – meist der Name der höchsten Erhebung einer Insel